Naef und Bauhaus im Fokus von China

Zusammenarbeit in China

Die berühmteste Kunsthochschule Chinas, die China Academy of Art (CAA) in Hangzhou, zeigt aktuell eine Ausstellung über die Bauhauszeit. CEO Hans-Peter Engeler und Chefdesigner Heiko Hillig von Naef waren in diesem Rahmen zu einem Event der Universität eingeladen, um über die Verbindung von Naef zum Bauhaus zu referieren. Im Mittelpunkt des Vortrages standen die wichtigsten Aspekte der Bauhaus-Epoche wie die Verbindung von Kunst und Handwerk und die reduzierte Formensprache.  Ebenfalls im Fokus waren die von Naef produzierten Bauhaus-Repliken sowie die Frage, wie Kurt Naef, der Firmengründer, überhaupt zum Bauhaus kam. Der Kontakt mit dem Bauhaus-Archiv entstand ja 1976 und führte über weitere Institutionen bis zur jüngsten Zusammenarbeit mit der Firma Tecta. Grundlage für das Gelingen war und ist bis heute die hochwertige handwerkliche Qualität von Naef und das Knowhow bezüglich Holzverarbeitung, damit gute Ideen zu guten Produkten werden.

Ob das Bauhaus die Produkte von Naef allgemein beeinflusst habe, wollte man in einem anschliessenden Podiumsgespräch unter anderem von den Gästen wissen. Das sei in der Tat so, meinte Heiko Hillig, und wies auf die reduzierten, geometrischen Formen und die Farbigkeit hin, wichtige Grundlagen der Bauhauslehre, die sich auch in der schlichten Formensprache der Naefprodukte zeigen.

Vor den Referaten hatten Kinder in einem Workshop die Gelegenheit, mit dem Bauhaus Bauspiel von Naef ausgiebig zu experimentieren. Sie waren fasziniert und verfolgten gebannt Heiko Hilligs Demonstration, als er verschiedenste Spielmöglichkeiten vorführte und mit dem Rainbow unterschiedlichste Formen hinzauberte.

 

Förderung mit Naefspielen

Bildung und Förderprogramme geniessen in China ein hohes Ansehen. „Masturer“, eine Organisation für kindliche Früherziehung mit Hauptsitz in Hangzhou, bietet in 40 Zentren verschiedenste Kurse zur Förderung der Kinder bis zum Alter von sechs Jahren an. In sechs Zentren steht derzeit das Lernen mit Naefspielen auf dem Programm, deutliche Erweiterungen sind geplant. In diesem Kurs werden Kinder einmal wöchentlich während 45 Minuten in Kleingruppen spielerisch gefördert. Hans-Peter Engeler und Heiko Hillig konnten an einer solchen Lektion teilnehmen, sich anschliessend mit den zuständigen Pädagogen austauschen und Vorschläge einbringen.

Anlässlich eines Besuches an einer der führenden Primarschulen in Shanghai erlebte Hans-Peter Engeler nochmals, wie ernst es den Chinesen mit der Bildung ist: Dort gibt es sage und schreibe 103 Kurse als Freifächer und auch hier will man jetzt auf spielerisches Lernen setzen und plant einen Raum zum angeleiteten Spielen mit Konstruktionsspielen von Naef.

Dass diese interessanten Einblicke möglich waren, ist den engagierten Verantwortlichen von Naef China, David Ong und Zoe Liu, zu verdanken.